Digitalen Unterricht an Gladbecks Schulen möglich machen

In Gladbeck muss ein echter digitaler Unterricht möglich werden. Die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie wichtig eine solche Digitalisierung unserer Schulen ist -- nicht nur in Krisenzeiten. Deshalb möchte ich Gladbecks Schulen so ausstatten, dass ein digitaler Unterricht in Zukunft zur Selbstverständlichkeit werden kann. 


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Gladbecks Schulen in der Corona-Krise

Die letzten Wochen waren für unsere Schülerinnen und Schüler und deren Eltern unglaublich schwer. Von jetzt auf gleich hörte die Schule, so wie wir sie kannten, auf. Echter Unterricht war nicht mehr möglich. Innerhalb kürzester Zeit mussten Lösungen gefunden werden, viele davon eher provisorisch. Die Corona-Krise war für die Digitalisierung an den Schulen daher wie ein Beschleuniger: Sie hat dem Ganzen mehr Schub gegeben, gleichzeitig aber auch deutlich gemacht, wo es noch Lücken gibt.

Digitalisierung in unseren Schulen

Digitaler Unterricht an Gladbecks Schulen

Wir haben in den letzten zehn Jahren einiges dafür getan, unsere Schulen digitaler zu machen. Seit 2010 bin ich für die Gladbecker Schulen verantwortlich, seitdem ist mir auch klar: Wir müssen in diesem Bereich noch besser werden. Seit 2012 gibt es deshalb ein IT-Konzept für die gesamte Stadt.

Meine vier Ideen

Corona hat nun gezeigt, wo es noch Herausforderungen gibt. Zunächst einmal: Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und natürlich vor allem die Schülerinnen und Schüler haben bewiesen, dass sie neue Wege beschreiten können. Ich möchte dabei helfen, dass diese auch in Zukunft erfolgreich sind und habe vier Ideen für die „Schule von morgen“ entwickelt.

1. Schnelleres Internet für alle!

Wir alle kennen das: Langsame Internetverbindungen nerven. Was im Privatleben als lästig empfunden wird, kann in Schulen ein echtes Problem werden. Für die Recherche im Internet ist eine schnelle Verbindung immens wichtig. Deshalb: Wir werden 2021 den Breitband-Anschluss für alle Schulen umsetzen. Dafür arbeiten wir eng mit dem Kreis Recklinghausen und den Anbietern zusammen. Ich meine: Was für Wirtschaftsunternehmen gilt, muss auch bei Schulen gegeben sein: Schnelle Verbindungen ins Word Wide Web!

2. Digitale Ausstattung auf den neuesten Stand bringen

Ich habe in der Schule noch mit Kreide an der Tafel geschrieben, hatte Reinigungsdienst und kenne noch den alten muffigen Tafelschwamm. Eine prägende Erfahrung! Spaß beiseite! Diese Zeiten sind längst vorbei. Deshalb möchte ich die Schulen stufenweise komplett mit interaktiven White-Boards ausstatten, überall Beamer installieren, die Zahl der Endgeräte deutlich erhöhen. Natürlich ist das auch finanziell eine riesige Kraftanstrengung für uns als eher klamme Kommune. Ich kann hier also keine Wunder versprechen, werde aber hart daran arbeiten, dies möglich zu machen. Und: Ich möchte mit der Gladbecker Wirtschaft darüber sprechen, wie sich Unternehmerinnen und Unternehmer als Sponsoren einbringen können. Schließlich wachsen an den Gladbecker Schulen die Fachkräfte von morgen heran.

3. Mobile Endgeräte für alle Schülerinnen und Schüler – unabhängig vom Elternhaus

Jeder hat ein Smartphone in der Tasche, viele von uns bekommen schon fast regelmäßig das neueste Iphone? Das trifft auf rund ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler leider nicht zu. Unter der Generation, die man als „Digital Natives“ bezeichnet, bleiben viele auf der Strecke, weil Eltern das Geld für mobile Endgeräte fehlt. Das darf nicht sein, das will ich unbedingt ändern. Denn: So etwas hat auch mit Chancengleichheit zu tun. Deshalb werden wir das Bundesprogramm, das 500 Millionen Euro zur Verfügung für die digitale Ausstattung von Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stellt, voll ausschöpfen.

4. Lehrer fit machen für die Zukunft 

Lehrerinnen und Lehrer sind Beamte und Angestellte des Landes, dieses ist auch für ihre fachliche Ausbildung zuständig. Die Stadt ist Schulträger, vor allem für Ausstattung und Rahmenbedingungen verantwortlich. Wir in Gladbeck interpretieren diese Rolle aber schon seit Jahren offener, uns reicht es nicht, nur eine gute Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Wir wollen auch Partner für Lehrerinnen und Lehrer sein. Gemeinsam mit dem Kreis Recklinghausen steht dabei auch die Hilfe bei Digitalisierung im Vordergrund. Ich kann mir gut vorstellen, diese Angebote in Zukunft auszuweiten, etwa durch Workshops und gemeinsame Veranstaltungen.

Den Lernort Schule neu denken

Was in der Arbeitswelt immer normaler wird, kann auch Schulen ein Vorbild sein: Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten von zuhause aus. Vor allem durch Corona hat das Arbeiten in den eigenen vier Wänden einen neuen Stellenwert bekommen. Natürlich lebt Schule auch vom gemeinsamen Unterricht. Trotzdem haben sich durch das Home-Schooling neue Sichtweisen ergeben, die man in Zukunft nutzen kann: Wir können damit ein orts- und zeitunabhängiges Lernen ermöglichen, bei längeren Fehlzeiten Schülerinnen und Schüler auf dem Stand halten, mehr Vernetzung garantieren! Deshalb möchte ich einen digitalen Unterricht in Gladbecks Schulen möglich machen. So können wir die Schulen verbessern -- und sind für die nächste Krise vorbereitet.

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