Dreimal Zukunft: Drei wichtige Bauprojekte entscheiden, wie das Gladbeck von morgen aussieht!

Gladbeck ist schon immer eine Stadt im Wandel: Einst verschlafenes Bauerndorf, dann kleine Kohlemetropole und weitläufige Gartenstadt, später mit einigen Bausünden der 60er und 70er-Jahren wie das gesamte Ruhrgebiet seltsam unfertig.

Entscheidungen für die Zukunft treffen

Gladbeck ist eine Stadt auf dem Sprung, eine, die scheinbar nie zu Ende geplant ist. Das ist aber kein Nachteil, sondern bietet uns auch große Chancen. Aber: Wir müssen die Entscheidungen der Zukunft weise treffen, unsere Stadtgestaltung trotzdem mutig planen.

Meine Vorschläge für die Stadtgestaltung

Drei Projekte sind dabei für mich besonders wichtig.

1. Das neue Viktoria-Quartier in der Innenstadt

Der Bereich direkt hinter dem Rathaus könnte in den nächsten Jahren sein Gesicht verändern. Der Sparkassenturm ist sanierungsbedürftig, eine Reparatur extrem aufwendig und teuer. Es bietet sich also an, das Gelände komplett neu zu entwickeln, 4.500 Quadratmeter sind dabei zu planen. Erste Ideen für eine innerstädtische Kita, ein Haus der Sicherheit mit Polizei und KOD und eine Nutzung von Sparkasse und deren Mietern gibt es dabei, zuzüglich einer großen Tiefgarage.

Ich meine aber, dass das „Viktoria-Quartier“ auch seinem Namen Rechnung tragen muss. Quartier bedeutet Nachbarschaft und Zusammenhalt, deshalb will ich auch das Thema Leben und Wohnen dort nicht aus dem Auge verlieren. Der innerstädtische Raum ist ideal für Senioren, vielleicht kann dort auch ein Mehrgenerationen-Projekt realisiert werden. Zusätzlich müssen wir den Klimaschutz noch stärker berücksichtigen, eine Frischluftschneise vom Willy-Brandt-Platz bis zur Wilhelmstraße anlegen. Ein echtes Quartier ist eben mehr als Dienstleistung und Verwaltung.

2. Sportpark Mottbruch

Im Süden Gladbecks entsteht derzeit das größte neue Freizeitareal unserer Stadt. Der Sportpark Mottbruch, zwischen Roßheide- und Welheimerstraße gelegen, wird das Aushängeschild der Gladbecker Sportlandschaft werden. Spiel, Sport und Freizeit gehen hier zusammen. Und das auch klimaschonend: Über ein unterirdisches System beispielsweise werden die Pflanzen bewässert, so geht weniger Wasser verloren.

Ziel ist es, den Sportpark Mottbruch bis Ende 2021 eröffnen zu können. Ich möchte dann auch dafür sorgen, dass er sich zu einem lebhaften Treffpunkt für den Gladbecker Stadtsüden entwickelt. Im Park können dann Stadtteilfeste und die große Kinder-Olympiade stattfinden. Jahrzehntelang haben vor allem die Brauckerinnen und Braucker unter dem LKW-Verkehr zur Aufschüttung der Mottbruchhalde gelitten. Jetzt bekommen sie ein riesiges Stück Lebensqualität zurück.

3. A52

Es ist das größte Verkehrsprojekt der kommenden Jahre in Gladbeck: der Ausbau der B224 zur A52 mit einem Tunnel an zentraler Stelle unserer Stadt. Der Wille zum Ausbau ist bei Bund und Land da, im Moment wird der Bereich des Autobahnkreuzes geplant. Danach geht es an die konkrete Planung für den letzten Abschnitt mitten durch Gladbeck mit einem rund 1,5 km langen Tunnel. Der Ausbau ist eine riesige Chance für Gladbeck. Der Stau wird weniger, der Tunnel vermindert Lärm und Abgase. Aber das Wichtigste: Gladbeck wächst endlich wieder zusammen: Auf der neuen Stadtstraße, die auf der Tunneldecke liegt, können wir ohne Probleme von der Stadtmitte nach Butendorf kommen. Die gefährlichen Querungen sind dann Vergangenheit.  

16 Hektar, mehr als 22 Fußballfelder,  Zukunft – denn der Ausbau beendet nicht nur die Trennung unserer Stadt, sondern bietet auch riesige Flächen, die neu entwickelt werden können. Das ist gerade in einer eng besiedelten Stadt wie unserer und im Ruhrgebiet generell einzigartig.

Ich möchte das gemeinsam mit den Gladbeckerinnen und Gladbeckern tun. Zusammen können wir ein völlig neues Stadtquartier schaffen, das ökologisch und planerisch in Richtung Zukunft weist. Natürlich soll sich auch das Thema Wohnen wiederfinden. Genauso wichtig ist mir aber, Flächen für kleines Gewerbe und Gastronomie mitzudenken, Radverkehr und ÖPNV einzuplanen und Sportmöglichkeiten zu realisieren.

Das Wichtigste: Die Gladbecker müssen sich in ihrem neuen Quartier wohlfühlen, es muss ihr Raum werden. Jahrzehntelang hat die B224 Gladbeck getrennt. Jetzt geben wir die Fläche an die Bürgerinnen und Bürger zurück.

Diese drei Projekte zeigen: Wir entscheiden selbst, wie das Gladbeck von morgen aussieht. Ich freue mich darauf, es mutig und wohlüberlegt zu gestalten. Machen Sie mit?

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