So können wir den Wirtschaftsstandort Gladbeck stärken

Der Arbeitsmarkt in Gladbeck ist seit langem großen Herausforderungen ausgesetzt. Nun gilt es, mit Schwung aus der Corona-Krise herauszukommen und neue Chancen zu ergreifen. Diesem Thema werde ich mich aktiv widmen. Ich will die städtische Wirtschaftsförderung im Rathaus neu strukturieren und damit die Voraussetzungen für einen starken Wirtschaftsstandort Gladbeck schaffen. Ich bin überzeugt, dass wir auch beim Thema Arbeit besser sein müssen.

Fünf Ideen zur Förderung der Wirtschaft

Das sind meine fünf Ideen, wie wir den Wirtschaftsstandort Gladbeck stärken können.

1. Eine Wirtschaftsförderungsgesellschaft gründen

In den vergangenen Monaten bin ich vielen Unternehmern begegnet, die sich sehr mit Gladbeck identifizieren, die hier in Projekte investieren und für unsere Stadt viel bewegen wollen. Das hat mich sehr beeindruckt. Diese Menschen sind für unsere Stadt von unschätzbarem Wert, erwarten von uns als Stadt im Gegenzug einen professionellen und verlässlichen Wegbereiter als Partner an ihrer Seite.

Mit der Gründung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft will ich diesen Bereich im Gladbecker Rathaus von Grund auf neu strukturieren. Gleichzeitig will ich damit auch ein deutliches Zeichen setzen: Wir gehen innovative Wege, passen uns neuen Herausforderungen an. Viele andere Städte haben es bereits vorgemacht. Die Gründung einer Gesellschaft zur Förderung der Wirtschaft kann viele Vorteile bieten: Sie ist schnell, unbürokratisch, innovativ, kann Fördermittel abgreifen und ist auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zugeschnitten. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir damit Unternehmen am besten helfen können und somit neue Arbeitsplätze schaffen werden.

2. Arbeitslosigkeit aktiv bekämpfen

Wie viele andere Städte im Ruhrgebiet leidet Gladbeck noch immer unter einer hohen Arbeitslosigkeit. Unser Ziel muss es sein, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu fördern. Durch die Einrichtung der Jobakademie in Gladbeck wurde ein wichtiger Baustein für die Qualifizierung und die Bekämpfung des Fachkräftemangels in unserer Stadt gelegt. Diese Zusammenarbeit müssen wir zukünftig stärker nutzen. Zudem will ich mit der Gründung eines Pakts für Ausbildung und Qualifizierung Fachkräfte für morgen sichern und jungen Menschen eine Perspektive in Gladbeck bieten.

Hier müssen auch innovative Wege wie Teilzeitberufsausbildung, Teilqualifikationen und Kooperationen zwischen ausbildenden Unternehmen stärker in den Fokus gerückt werden. Der Austausch aller lokalen Akteure vor Ort sowie die Umsetzung von Beratungs-, Förder-, Hilfs- und Unterstützungsprogrammen ist für mich zwingend erforderlich. Mit einer guten Netzwerkarbeit aller Akteure, einer städteübergreifenden Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderungen sowie unseren Standortvorteilen werden wir auf dem Arbeitsmarkt gute Erfolge erzielen.

3. Sozialen Arbeitsmarkt fördern und Vereine unterstützen

Der soziale Arbeitsmarkt ist in Gladbeck gut gestartet. Seit der Einführung sind in Gladbeck insgesamt 96 neue, nach Tarif bezahlte Stellen für Langzeitarbeitslose geschaffen worden. 96 Familien haben somit eine neue Lebensperspektive erhalten. Das ist ein tolles Ergebnis. Ich bin aber überzeugt: Da geht noch mehr! Potenzial sehe ich vor allem bei unseren Vereinen. Über den sozialen Arbeitsmarkt können wir hier Personal einstellen, welches die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bei der täglichen Arbeit unterstützt und entlastet. Zusammen mit den Vereinen möchte ich Ideen sammeln und nach Möglichkeiten suchen, wie wir diese Idee gemeinsam umsetzen und das Ehrenamt in Gladbeck stärken können.

4. Bündnis für Ausbildung und Qualifizierung in den Bereichen Kinderbetreuung und -erziehung sowie Pflege gründen

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Insbesondere der Fachkräftemangel wird von Jahr zu Jahr spürbarer. Besonders betroffen sind laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit die Bereiche Kinderbetreuung- und erziehung und der Pflegebereich. Um diesem Fachkräftemangel aktiv und nachhaltig entgegenzutreten, will ich ein „Bündnis für Ausbildung und Qualifizierung in den Bereichen Kinderbetreuung und -erziehung sowie Pflege” gründen. Dieses Gremium soll sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Stadt Gladbeck, Kreis Recklinghausen, Jobcenter Kreis Recklinghausen, Agentur für Arbeit, Fachschulen, Berufskollegs, Krankenhäuser, Pflegediensten, Ärzte, Träger von Kindertageseinrichtungen, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden zusammensetzen.
Gemeinsam müssen wir Strategien entwickeln, wie wir stärker für diese Berufe werben, neue Wege der Ausbildung und Möglichkeiten der Qualifizierung und Weiterbildung schaffen können.

5. NRW-Talentscouts fördern Chancengerechtigkeit vor Ort

Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in unserer Stadt ist für mich eine Herzensangelegenheit. Wir müssen in die Bildung unserer Kinder investieren und Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, bestmögliche Bildungs- und Chancengerechtigkeit bieten. Bewährt hat sich hierbei auch in Gladbeck der Einsatz der sogenannten NRW-Talentscouts. Diese begleiten Schüler, die trotz schwieriger Lebensumstände überdurchschnittliche Leistungen erbringen. Sie begleiten sie auf dem Weg in ein Studium oder eine Ausbildung, bauen Hürden ab und Brücken auf. Sie machen den Talenten Mut, entwickeln mit ihnen Visionen für ihre Zukunft, schaffen Zugänge zu Förderprogrammen und bringen hilfreiche Netzwerke mit. Mein Ziel ist es, das Programm auszubauen und Mitarbeiter des Jobcenters im Bereich Talentscouting zu zertifizieren.

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